Die Beschwerden bei Hämorrhoiden des 1. und 2. Grades lassen sich mit Hämorrhoidensalbe und Zäpfchen (Proktologika) lindern. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Allerdings mindern diese Medikamente lediglich die Symptome wie Schmerzen, Jucken und Brennenn. Sie bewirken jedoch nicht die Verkleinerung eines bereits vergrößerten Hämorrhoidalgewebes.
Anwendung von Hämorrhoidensalbe
Der Analbereich sollte nach jedem Stuhlgang mit Wasser oder einer milden Waschlotion gereinigt werden. Danach die Haut trocken tupfen (nicht reiben). Anschließend die Salbe in den Analkanal einbringen. Die Packungen enthalten einen Spezialaufsatz für die Tube, der in den Analkanal einführt wird. Dieser Aufsatz hat vorne an der Spitze eine Öffnung oder mehrere Austrittsöffnungen an der Seite.
Drücken Sie zuerst etwas Salbe aus der Tube und verteilen Sie diese auf dem Aufsatz, damit er sich gut in den Analkanal schieben lässt. Dann wird die Spitze vorsichtig und vollständig in den After geschoben. Hat der Applikator mehrere seitliche Öffnungen, drücken Sie nur einmal kurz auf die Tube und verteilen die Salbe durch Drehen. Bei nur einer Öffnung wird durch gleichmäßes Drücken und Herausziehen der Tube die Salbe in den Analkanal eingebracht.
Halten Sie die Tube beim Herausziehen stets gedrückt, damit der Inhalt nicht wieder zurückgesaugt wird.
Reinigen Sie den Aufsatz der Tube nach jeder Anwendung von außen. Bei einigen Hämorrhoidensalben ist ein Analdehner beigelegt. Dieser ist etwa zehn Zentimeter lang, spitz zulaufend, und kegelförmig. Damit lässt sich ein verkrampfter Schließmuskel dehnen. Der Analdehner wird zuerst mit Salbe bestrichen und dann vorsichtig durch Drehen sowie Vor- und Zurückbewegen in den After eingeführt, wo er einige Minuten verbleiben sollte.
